Das Trading ist ein täglicher Kampf, ein Kampf zwischen dem Teufel und dem Engel auf der Schulter des Traders. Zumindest geht es mir so, die psychologische Komponente ist mittlerweile definitiv der ausschlaggebende Faktor ob ich profitabel bin oder nicht. Setup und Moneymanagement sind weitgehend Standard und nebensächlich (obwohl mich auch hier in regelmäßigen Abständen mein Teufelchen versucht in Trades zu reden die ich eigentlich gar nicht raden dürfte…).
Das schwerste ist es, einen Trade der gegen mich läuft im Minus aufzulösen. Und noch schwerer ist es, einen Trade, der nicht in meine Richtung läuft, bei 0 aufzulösen. Denn da kommt dann die Hoffnung ins Spiel dass es vielleicht doch noch was wird, dass er doch noch in meine Richtung geht….und meistens tut er das nicht! Es ist schon erstaunlich dass man (ich) intuitiv oftmals schon weiss wenn ein Trade in die Hose geht und es doch nicht schafft die Position konsequent zu schließen und einen noch kleinen Verlust hinzunehmen.
Nach vielfacher und langer Beobachtung habe ich allerdings auch die Erfahrung gemacht, dass der Markt einem oftmals eine zweite, vielleicht sogar eine dritte Chance gibt. Und die muss man nutzen, daran arbeite ich gerade ganz hart.
Was heißt das: Positionen, die nicht in meine Richtung laufen, kommen oftmals zumindest kurzfristig wieder zurück zum Einstiegskurs – das ist dann genau der Moment wo Teufelchen sagt: „Bleib dran, der dreht jetzt, Du machst gleich Deinen TakeProfit“. Und Engelchen sagt: „Jetzt raus, es ist Deine letzte Chance, billiger kommst Du aus dem Trade nicht mehr raus!“.
Bisher war tendenziell immer Teufelchen der Sieger, aber ich arbeite daran auf Engelchen zu hören, und was soll ich sagen, es hilft! Es gibt weitaus mehr Trades, die meine StopLoss erreicht hätten, wenn ich nicht bei ca. 0 ausgestiegen wäre. Und die paar Trades, die dann tatsächlich noch in meine Richtung gelaufen sind – nun – die muss ich akzeptieren und stolz darauf sein dass ich sie trotzdem vorher konsequent geschlossen habe.
Es ist faszinierend was einem während des Tradings durch den Kopf geht, und welche Kämpfe man innerlich ausficht, aber es lässt einen reifen und wachsen! Das ist wahres Trading!
Fazit: Der Markt hat zwar immer recht, aber er ist gar nicht so unfair wie man dass oftmals subjektiv wahrnimmt
Die Objektivität im Trading, vor allem wenn der Trade läuft – das ist halt so eine Sache……